FEUERWEHRUNTERSUCHUNGEN
- 25. Mai
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 26. Mai
Warum sind Feuerwehruntersuchungen wichtig?
Feuerwehreinsätze stellen hohe körperliche und psychische Anforderungen an Einsatzkräfte. Besonders Atemschutz, Hitze, körperliche Belastung und Stresssituationen erfordern eine gute gesundheitliche Eignung. Feuerwehruntersuchungen helfen dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und die Sicherheit im Einsatz nachhaltig zu erhöhen.

Für wen sind Feuerwehruntersuchungen geeignet?
Feuerwehruntersuchungen richten sich insbesondere an:
Atemschutzträger
Angehörige von Feuerwehren
Betriebsfeuerwehren
Einsatzkräfte mit hoher körperlicher Belastung
technische Rettungsdienste
Je nach Tätigkeit können unterschiedliche Anforderungen gelten.
Ablauf der Feuerwehruntersuchung
Feuerwehrangehörige und insbesondere Atemschutzgeräteträger sind im Einsatz hohen körperlichen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Feuerwehruntersuchungen dienen dazu, die Einsatzfähigkeit, Sicherheit und Belastbarkeit langfristig sicherzustellen. Grundlage bilden die aktuellen Empfehlungen der Feuerwehr Koordination Schweiz (FKS).
Bei Healthspot werden Feuerwehruntersuchungen standardisiert und nach einem einheitlichen Untersuchungsablauf durchgeführt. Dadurch entsteht eine hohe Vergleichbarkeit, konstante Qualität sowie eine aussagekräftige medizinische Beurteilung – unabhängig davon, ob einzelne Mitarbeitende oder ganze Feuerwehren untersucht werden.
Ein grosser Vorteil: Die Untersuchungen können sowohl in unseren Räumlichkeiten als auch direkt vor Ort bei Feuerwehren, Gemeinden oder Unternehmen durchgeführt werden. Dadurch lassen sich grössere Gruppen effizient, zeitsparend und mit minimalem organisatorischem Aufwand untersuchen.
Medizinischer Fragebogen und Anamnese
Jede Untersuchung beginnt mit einer strukturierten Anamnese und einem standardisierten medizinischen Fragebogen. Dabei werden gesundheitliche Risiken, bisherige Erkrankungen, aktuelle Beschwerden sowie einsatzrelevante Belastungen erfasst.
Besonders berücksichtigt werden:
Herz-Kreislauf-Belastungen
Atemwegserkrankungen
frühere Unfälle oder Operationen
aktuelle Medikamente
Belastbarkeit im Alltag und Einsatz
frühere Auffälligkeiten bei Feuerwehr- oder Arbeitsuntersuchungen
Die strukturierte Anamnese bildet die Grundlage für eine sichere und nachvollziehbare Tauglichkeitsbeurteilung.
Körperliche Untersuchung
Im Anschluss erfolgt die allgemeine körperliche Untersuchung. Ziel ist die Beurteilung der allgemeinen Einsatzfähigkeit und Belastbarkeit unter Feuerwehrbedingungen.
Die Untersuchung umfasst unter anderem:
Herz-Kreislauf-Beurteilung
Blutdruckkontrolle
Beurteilung des Bewegungsapparates
Kontrolle der allgemeinen körperlichen Belastbarkeit
neurologische Kurzbeurteilung
Feuerwehreinsätze stellen hohe Anforderungen an Kreislauf, Ausdauer, Koordination und Stressresistenz. Besonders unter Atemschutz entstehen erhebliche Zusatzbelastungen durch Hitze, Schutzausrüstung und körperliche Arbeit.
Lungenfunktionstest (Lufu)
Bei Atemschutzgeräteträgern wird standardmässig eine Lungenfunktionsprüfung durchgeführt.
Die Untersuchung dient der Beurteilung:
der Atemfunktion
möglicher Einschränkungen der Belastbarkeit
einsatzrelevanter Atemwegserkrankungen
der Belastbarkeit unter Atemschutzbedingungen
Da Atemschutzgeräteträger unter erschwerten Bedingungen arbeiten, ist eine zuverlässige Beurteilung der Lungenfunktion ein wichtiger Bestandteil der Untersuchung.
Seh- und Hörtest
Zur Untersuchung gehören ebenfalls standardisierte Seh- und Hörtests. Diese dienen der sicheren Wahrnehmung von Einsatzsituationen, Warnsignalen und Kommunikation im Feuerwehrdienst.
Auf detaillierte Einzelkriterien wird hier bewusst nicht weiter eingegangen, da die Anforderungen je nach Funktion variieren können.
Fahrradergometrie mit 12-Kanal-EKG
Der Leistungstest erfolgt bei Healthspot standardmässig mittels Fahrradergometrie mit kontinuierlichem 12-Kanal-EKG.
Dadurch kann die körperliche Belastbarkeit unter kontrollierten Bedingungen präzise beurteilt werden. Gleichzeitig ermöglicht das 12-Kanal-EKG eine detaillierte Überwachung der Herz-Kreislauf-Reaktion während der Belastung.
Die standardisierte Durchführung bietet:
hohe Aussagekraft
reproduzierbare Ergebnisse
vergleichbare Verlaufskontrollen
zuverlässige Belastungsbeurteilung
hohe medizinische Qualität
Die FKS empfiehlt regelmässige Belastungstests insbesondere für Atemschutzgeräteträger ausdrücklich.
Untersuchung direkt vor Ort möglich
Feuerwehruntersuchungen können direkt bei Feuerwehren, Gemeinden oder Unternehmen durchgeführt werden.
Vor-Ort-Untersuchungen bieten:
minimale Ausfallzeiten
effiziente Organisation grösserer Gruppen
weniger administrativen Aufwand
einfache Planung für Feuerwehren und Betriebe
standardisierte Untersuchungsqualität auch mobil
Gerade bei grösseren Feuerwehren oder kombinierten arbeitsmedizinischen Untersuchungen ist dies häufig die effizienteste Lösung.
Kombination mit anderen Untersuchungen
Feuerwehruntersuchungen lassen sich häufig sinnvoll mit weiteren arbeitsmedizinischen Untersuchungen kombinieren.
Besonders oft werden sie kombiniert mit:
Schichtuntersuchungen nach SECO
verkehrsmedizinischen Untersuchungen Stufe 2 (MFK 2)
Dadurch können mehrere gesetzliche oder betriebliche Anforderungen in einem einzigen Untersuchungstermin abgedeckt werden.
Mehr zu den Schichtuntersuchungen nach SECO
Mehr zur Verkehrsmedizin MFK Stufe 2
Vorteile für Feuerwehren und Unternehmen
Regelmässige Feuerwehruntersuchungen unterstützen:
die Sicherheit der Einsatzkräfte
die langfristige Einsatzfähigkeit
die Prävention gesundheitlicher Risiken
die Einhaltung organisatorischer Vorgaben
eine professionelle Einsatzvorbereitung
Durch den standardisierten Untersuchungsablauf entstehen nachvollziehbare und qualitativ hochwertige Beurteilungen mit hoher Vergleichbarkeit.
FAQ & Häufige Fragen
Sind Feuerwehruntersuchungen obligatorisch?
Ja – je nach Funktion innerhalb der Feuerwehr sind medizinische Untersuchungen obligatorisch oder ausdrücklich vorgeschrieben.
Besonders betroffen sind:
Atemschutzgeräteträger (ASGT)
Angehörige mit sicherheitsrelevanten Funktionen
Einsatzkräfte mit hoher körperlicher Belastung
bestimmte Spezialfunktionen innerhalb von Feuerwehr und Rettungswesen
Für Atemschutzgeräteträger gelten erhöhte medizinische Anforderungen, da Einsätze unter Atemschutz mit erheblicher körperlicher Belastung, Hitze, eingeschränkter Sicht sowie hoher Kreislaufbeanspruchung verbunden sind. Die medizinische Tauglichkeit muss deshalb regelmässig überprüft werden.
Die Anforderungen und Untersuchungsintervalle orientieren sich an den aktuellen Empfehlungen der Feuerwehr Koordination Schweiz (FKS) sowie den jeweiligen kantonalen oder organisationsinternen Vorgaben.
Wie lange dauert die Untersuchung?
Je nach Umfang meist zwischen 30 und 60 Minuten.
Werden Atemschutzanforderungen berücksichtigt?
Ja, insbesondere bei Atemschutzträgern stehen Kreislauf, Lunge und Belastbarkeit im Fokus.
Können Untersuchungen für ganze Feuerwehren organisiert werden?
Ja, je nach Organisation sind auch betriebliche oder standortbezogene Lösungen möglich.




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